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SPD fordert Masterplan zum Ausbau der Gäubahn

Veröffentlicht am 13.07.2022 in Landespolitik

Aufgrund langer Planungs- und Bauzeiten droht eine jahrelange Unterbrechung der Gäubahn von Singen nach Stuttgart. Sie würde nicht mehr direkt den Stuttgarter Hauptbahnhof anfahren, sondern bereits in Vaihingen enden. Dagegen richtet sich breiter poltischer Widerstand. Kritik kommt von den Anrainer-Kommunen, aber auch einhellig von allen demokratischen Bundes- und Landtagsabgeordneten entlang der Bahnlinie.

Der Ausbau der Gäubahn kommt nicht voran. Es gibt kein Baurecht und nicht einmal konkrete Pläne. Das will die SPD-Fraktion im Landtag ändern. Sie fordert in einem Positionspapier einen Masterplan für den Gäubahn-Ausbau, der vor allem die Strecke südlich von Horb in Blick hat. Um die Planungen zu beschleunigen, muss sich das Land am Ausbau auch finanziell beteiligen, fordert Hans-Peter Storz. Das wäre nicht neu: So hat die Landesregierung sich an den Kosten des Ausbaus der Südbahn von Ulm nach Friedrichshafen beteiligt. Im Rheintal finanziert das Land zusätzichen Lärmschutz. Eine Vorfinanzieurng der Planungskosten könnte die gesamte Moderniesierung erheblich beschleunigen, ist Storz überzeugt.
 

Wichtige Entscheidungen fallen am 18. Juli 2002,wenn der Lenkungskreises für Stuttgart 21 das nächste Mal tagt. Dort sollen die Weichen für den Bau eines Bahn-Tunnels auf den Fildern gestellt werdenn. Dieser soll Stuttgart-Vahingen mit dem neuen Filderbahnhof am Flughafen verbinden. Der sogenannte Pfaffensteig-Tunnel würde die stark kritisierten bisherigen Pläne, die S-Bahngleise parallel durch die S-Bahn und die Fernbahn zu nutzen, ersetzen. Die SPD im Landtag, so Storz, unterstützt diesen Vorschlag.

Allerdings ist der Bau des Tunnel mit erheblichen Kosten verbunden. Eine erste Schätzung hatte 900 Millionen Euro ergeben. Die mittlerweile gestiegenen Baukosten lassen einen Betrag von 1,5 Milliarden Euro erwarten. Bis zur Fertigstellung kann es zehn Jahre dauern. So lange darf die Gäubahn aber nicht vom Fernverkehr abgehängt werden. Alle demokratischen Abgeordneten haben deshalb in einem gemeinsamen Schreiben an die Mitglieder des Lenkungskreises und an den Bahnvorstand gefordert, eine Alternativ-Konzeption für die Bauphase zu finden. Sie fordern Alternativen zum Endhaltepunkt Vaihingen, weil dies die Fernverkehrsanschlüsse über Jahre hinweg verschlechtern würde.

 Im Positionspapier der SPD-Landtagsfraktion erneuert die SPD ihre Forderung nach dem sogeannnten Nord-Halt am Stuttbgarter Bahnhof. Dieser ist die Voraussetzung dafür, dass die Gäubahn ihre bisherige Einfahrt nach Stuttgart über die sogenannte Panorama-Strecke bis zur Fertigstellung des Tunnels weiter nutzen kann. Die Strecke der Panorama-Bahn muss auf Dauer für den Bahnverkehr erhalten werden, so Storz. Außerdem ist in der Diskussion, die Gäubahn vorrübergehend über Tübingen nach Stuttgart zu führen. Doch auch für diese Lösung wären erhebliche Investitionen erforderlich.

Das aktuell gültige Ausbaukonzept der Gäubahn sieht neben dem Pfaffensteigtunnel den Neubau eines zweiten Gleises von Neckerhausen bis Sulz und den zweigleisigen Ausbau von Sulz bis Epfendorf sowie von Wurmlingen bis Tuttlingen vor. Umstritten ist auch der Neubau der Singener Kurve. Bislang sollte dieser Abschnitt nur den Güterverkehr beschleunigen. Im aktuell gültigen Ausbauvorschlag soll die Gäubahn nicht mehr am Bahnhof in Singen, sondern am Haltepunkt Singen Landesgartenschau halten. Dagegen wehrt sich nicht nur die gesamte Region: Alle Bundes- und Landtagsabgeordneten fordern bedingungslos, dass die Gäubahn weiterhin in Singen und in Böblingen halten muss. "Wenn die größten Städte entlang einer Bahnlinie nicht mehr bedient werden, verlieren wir viele Bahnkunden."

Weitere Informationen:

SPD im Landtag Positionspapier zur Gäubahn

Projektdossier Gäubahn: Planfall 040b

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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