Rezepte für Wirtschaftspolitik

Veröffentlicht am 19.08.2007 in Kreisverband

Kreis-SPD war zu Besuch bei Maggi

Peter Friedrich und Maggi Betriebsrat Ralf Sterk "Jeder muss wissen, was er tut," sagt Ralf Sterk, Betriebsratsvorsitzender des Maggi-Werks in Singen. Seit die Produktion komplett durch Computer gesteuert wird, gebe es kaum noch unqualifizierte Arbeit bei Maggi. "Das bringt für alle Mitarbeiter mehr Verantwortung.". Sterk führte eine Delegation des SPD-Kreisverbands durch das Werk Im Rahmen ihres Programm-Schwerpunkts "Arbeit und Wirtschaft" sucht die Kreis-SPD nach neuen Wegen der Wirtschaftspolitik . Dabei stellen sich die Sozialdemokraten dem kritischen Urteil von Experten aus Unternehmen, Gewerkschaften und Hochschulen.

"Wir müssen immer beweisen, dass wir es billiger und besser machen", berichtet Sterk vom internen Wettbewerb der einzelnen Produktionsstandorte des Nestlé-Konzerns, zu dem Maggi bereits seit 50 Jahren gehört. Dabei waren die Singener in den letzten Jahren sehr erfolgreich, denn viele neue Maggi-Produkte werden in Singen hergestellt. Ein Fünftel des Umsatzes erzielen Produkte, die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gebracht wurden.

Lohnkosten machen nur noch einen geringen Teil an den gesamten Produktionskosten aus. Dennoch sei der Druck hoch: Der Konzern versuche nach dem Prinzip "Produktion gegen Lohn", Kosten zu drücken. Doch der Betriebsrat konnte sich erfolgreich gegen den Einsatz von Leiharbeitern wehren, sagte Sterk.

Maggi profitiere von der Mitbestimmung der Arbeitnehmer, die es im Herbst 2007 seit genau 100 Jahren gebe. "Wir Betriebsräte sind keine Gegner des Unternehmens", erläutert Sterk die sozialpartnerschaftliche Grundhaltung der Arbeitsnehmervertreter. Und der SPD-Kreisvorsitzende Peter Friedrich weiß: "Betriebsräte kennen ihre Unternehmen oft besser als das schnell wechselnde Management."

"Der Strukturwandel der Wirtschaft verläuft viel schneller, als die Menschen dies wahrnehmen", sagte der Bundestagsabgeorndete Peter Friedrich. Wer derzeit über Wirtschaftspolitik redet, kommt daher schnell zum Thema Bildung und Ausbildung. Gute Wirtschaftspolitik braucht gute Bildungspolitik, gerade im beruflichen Bereich. 50 Auszubildende lernen bei Maggi einen qualifizierten Beruf. Auch Förderschüler haben eine Chance auf Ausbildung.

Unternehmen wie Maggi könnten vom SPD-Modell "Bonus für Arbeit" profitieren, so Friedrich. Die Arbeitslosenversicherung sollte so umgebaut werden, dass Firmen, die ihre Mitarbeiter halten, niedrigere Beträge abführen müssen. "Wer dagegen Jobs abbaut, muss zahlen", fordert Peter Friedrich.

 

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